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Muttertagskonzert erfreute nicht nur Mütter

 

 

 

Neumarkt (nrt). Schon seit Jahren zur beliebten Tradition für alle Musikfans geworden ist das Muttertagskonzert des Collegium Musicum im historischen Reitstadel. Auch diesmal kamen wieder nicht nur musikbegeisterte Mütter auf ihre Kosten. Das Collegium hat sich nach über 40 Jahren im Neumarkter Musikleben einen treuen Publikumsstamm erspielt.

 

 

 

Nachdem das letzte Konzert am zweiten Advent, das opulent mit Chor und Bläsern besetzte Bachsche Weihnachtsoratorium, ein besonderes Großereignis war, kam das Kammerorchester mit seinem neuen Programm wieder zu seinen Wurzeln und damit zu seiner großen Stärke zurück: dem reinen unverfälschten Streichersound. Eine Besonderheit war zudem, dass nicht wie gewohnt Peter Bruckschlögl den Taktstock führte, da ihn die vor kurzem beendeten Passionsspiele an der Probenarbeit hinderten. Stattdessen fand man einen, wie sich zeigte, hervorragenden Ersatz mit Wolfgang Müller, der dem Collegium als Pianist und Komponist schon länger verbunden ist. Dieser leitete nicht nur souverän das Orchester, sondern spielte im zweiten Teil des Programms auch noch als Solist das Klavierkonzert Nr 12 in A-Dur KV 414 von Wolfgang Amadeus Mozart.

 

 

 

Zum festlichen Beginn interpretierten die Stimmführer der Violinen, Rüdiger Schmiedl und Christian Mikisch, Georg Philipp Telemanns Konzert für zwei Violinen D-Dur TWV 52. Gekonnt spielten sich die beiden Solisten die Bälle zu, das Orchester begleitete einfühlsam die Soli und strahlte in den Tutti-Passagen. Ein regelrechter Kontrast zu diesem Barockwerk war das zweite Stück des Abends, das „Intermezzo opus 8“ des Spätromantikers Franz Schreker, im Jahre 1900 entstanden. Durch die Vierteilung der Violinen und ein beständiges Auf- und Abschwellen der Melodiebögen entspann sich ein sphärischer, schwelgerischer Streicherklang. Nahtlos fügte sich daran Max Bruchs „Serenade nach schwedischen Volksmelodien“ an, deren Themen stark an andere nordische Kompositionen, z. B. Griegs Peer Gynt-Suite, erinnerten.

 

 

 

Zweifellos zum Höhepunkt des Konzertabends wurde dann nach der Pause Mozarts Klavierkonzert, zu dem sich Wolfgang Müller selbst ans Klavier setzte. Dem Gastdirigenten gelang es spielend, vom Flügel aus das Orchester zu leiten und gleichzeitig Mozarts Musik spielerisch leicht und nahezu perfekt zu interpretieren. Mit begeistertem Applaus bedankte sich das Publikum und bekam als Zugabe ein Stückchen Gluck zu hören.

Birgit Gerhart-Ahr

 

 

Weihnachtsoratorium:

Münsterchor St. Johannes  + Collegium-Musicum Neumarkt

Das Weihnachtsoratorium war für alle Beteiligten ein Riesen-Erlebnis! Hier die Kritik aus dem Neumarkter Tagblatt vom 11. Dez. 2018:

HNM, 11. Dezember 2018

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bericht über das Muttertagskonzert am 13. Mai 2018

 

Neumarkt. Ein spannendes, abwechslungsreiches Programm erwartete die Besucher des Muttertagskonzerts im Reitstadel. Nachdem das Collegium Musicum anlässlich des 40jährigen Jubiläums zuletzt in großer sinfonischer Besetzung mit einem Beethovenprogramm das Publikum begeistert hatte, trat es diesmal wieder als reines Streicherensemble, verstärkt durch Michaela Zeitz, Sopran, auf.

Im Mittelpunkt stand mit den „Gesängen der Frühe“ ein zeitgenössisches Werk des Neumarkters Wolfgang Müller. Müller, den Musikkennern bekannt als Musiklehrer, Pianist und Leiter des Kammermusikkreises, studierte Komposition in München bei Harald Genzmer und Wilhelm Killmayer und begann bereits von Jugend auf eine rege Kompositionstätigkeit für Orchester, Chor, Orgel, Klavier und Kammermusik. In den „Gesängen der Frühe“, entstanden 2010 anlässlich des 200. Geburtstages von Robert Schumann,  übertrug Müller Auszüge aus dem gleichnamigen fünfteiligen Klavierzyklus Schumanns auf Streichorchester. Nach einer launigen Werkeinführung für die Zuhörer trat der Komponist selbst ans Dirigentenpult. Zu Beginn erklangen ruhige Streicherakkorde, dann blitzten immer wieder kurze Schumannmotive auf. Im rhythmisch bewegteren Mittelteil erkannte man längere Zitate und Originalpassagen, bis das Werk am Ende mit einem liegenden Flageolett-Gis der Bratschen – eine Reminiszenz an Schumanns angeblichen Tinituston – verklang.

Als Kontrast zu diesem ernsten Stück waren beschwingte klassisch-romantische Klänge zu hören: zwei Elegien für Streicher von Peter Tschaikowsky und Edward Elgar und eine Sinfonie des Eichstätter Frühklassikers Anton Fils. Michaela Zeitz bezauberte mit ihrer warmen, perfekt intonierten Sopranstimme mit zwei „Salve Reginas“ von Mendelssohn und Schubert. Das bekannte Divertimento in B-Dur KV 137 von Wolfgang Amadeus Mozart bildete den gelungenen Abschluss eines abwechslungsreichen Konzertnachmittags, der wieder in den bewährten Händen von Peter Bruckschlögl lag. Für das Weihnachtskonzert darf man gespannt sein auf das Bachsche Weihnachtsoratorium in Kooperation mit dem Münsterchor am 2. Advent im Reitstadel.

 

 

Text: Birgit Gerhart-Ahr

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Weihnachtskonzert

 

So, 8. 12. 2019, 17 Uhr,

Reitstadel Neumarkt

 

Nächste Proben:

Sa, 28. 9.  2019

Sa, 19. 10. 2019